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  • danielasattler

Hilfe, mein Job frisst mich auf

Bist du es leid, dass du das Mädchen für alles und alle bist und jede/r seine Arbeit bei dir ablädt? Fragst du dich warum ausgerechnet immer du einen work-overload hast, während deine Kollegen und Kolleginnen entspannt Feierabend machen?


Die Antwort wird dir vielleicht nicht gefallen und ist vermutlich nicht das, was du jetzt hören möchtest. In 90% der Fälle liegt die Ursache bei dir selbst - auch wenn dir das nicht bewusst ist.


Hier einige weit verbreitete Verhaltensbeispiele


Falsches Verantwortungsbewusstsein

Du möchtest zwar nicht alles selbst machen, fühlst dich aber auf eine Weise für alles verantwortlich. Kennst du jene Kollegen, die sich überall und in alle Angelegenheiten einmischen und meinen ohne sie würde nichts weitergehen? Egal ob das Thema in ihren Verantwortungsbereich fällt oder nicht stehen sie mit ihrer Meinung und ihrem Input zur Seite und arbeiten in sämtlichen Projekten mit. Solche Menschen sind teilweise so sehr mit dem Unternehmen oder Aufgaben identifiziert, dass sie tatsächlich denken ohne sie würde das Unternehmen zusammenbrechen. Solche MitarbeiterInnen sind natürlich sehr wertvoll für jeden Arbeitgeber und ihre Sichtweise ist oft eine echte Bereicherung.

Die betreffende Person sollte sich allerdings ihrer Rolle im Unternehmen bewusst sein und vor allem den Fähigkeiten der KollegInnen vertrauen. Einen Beitrag zu einer Aufgabenstellung beizutragen ist die eine Sache, Aufgaben an sich reißen, eine andere. Hier heißt es eindeutig abgrenzen und Rollen und Aufgaben klären.


Wichtigkeit - Angst abzugeben

Ich kann nicht auf Urlaub gehen, ich muss immer erreichbar sein sind Beispiele für Glaubenssätze mit denen manche MitarbeiterInnen ihre eigene Wichtigkeit und Bedeutung für das Unternehmen hervorheben möchten. Die Rede ist hier nicht von Situationen, in denen es vielleicht einmal tatsächlich ungünstig ist, zu urlauben, sondern von hausgemachten Entscheidungen. Dann, wenn MitarbeiterInnen Urlaubstage ansammeln und das Unternehmen bereits wünscht, diese Person möge sie endlich konsumieren, aber die betreffende Person findet immer wieder Gründe, warum dies nicht möglich ist, diese Gründe aber für niemanden sonst nachvollziehbar sind.

Das passiert meist aus dem bereits erwähnten falschen Verantwortungsbewusstsein heraus, oder aus einer unbegründeten Angst an Bedeutung zu verlieren, oder in der Abwesenheit durch jemanden ersetzt zu werden. Angst und Unsicherheit sind hier sehr starke Motive, die meist im Verborgenen liegen, aber eine sehr starke Wirkkraft haben und unsere Handlungen stark beeinflussen können. Ein Bewusstsein darüber ist ein erster Schritt zur positiven Änderung.


Ausleben der Opferrolle

Andere Menschen wiederum genießen es regelrecht permanent zu jammern und zu klagen und gehen in ihrem Leid voll auf. Sie reißen Aufgaben an sich, sind übereifrig, sagen zu nichts und niemandem nein, um dann ihr Klaglied zu singen. Während sie dies tun nehmen sie neue Arbeitsaufträge an und fühlen sich in ihrem Leid weiterhin bestärkt. Möchte man jenen KollegInnen helfen und glaubt eine Situation für sie zu lösen, haben sich die betroffenen schon wieder etwas anders aufgehalst worüber sie jammern können.

Menschen die schon sehr lange ihre Opferrolle ausleben fällt es in der Regel schwer ihr Verhalten entsprechend zu reflektieren oder die Situation aus einer anderen Perspektive zu beleuchten. Ratschläge oder Hinweise von außen, sehen sie meist als erneute Bestätigung. Hier bedarf es oft professioneller Hilfe.


Die beschriebenen Verhaltensmuster treten sehr häufig auf, in der Praxis lassen sie sich nicht eindeutig voneinander abgrenzbe und treten oft gemischt auf. Motive und Ursachen für Verhalten lässt sich nie Verallgemeinern und Pauschalisieren. Individuelle Erfahrungen und Prägungen haben einen sehr großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und Aktionen.


Wenn du dich in einem der Beispiele wieder erkennst kannst du deine persönlichen Motive hinterfragen und so eine Situation für dich zum besseren ändern.

Trifft eines der Beispiele auf eine/n KollegIn zu, kannst du ihm/ihr vielleicht etwas Verständnis aufbringen anstatt dich nur zu ärgern.



#Verhalten #Opferrolle #Verantwortung



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